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Vasudaner

Bild eines Vasudaners

Die Vasudaner (engl. Vasudans, vasudanisch Wasudharr) sind eine der beiden von den Spielern spielbaren Rassen in Drifting Souls 2. Bereits zu Beginn der Spiels, nämlich während der Registrierung, muss sich der Spieler dafür entscheiden, ob er als Vasudaner oder Terraner spielen möchte.

Vasudaner, manchmal auch abgekürzt als Vasus bezeichnet, sind eine hochentwickelte Spezies, deren Heimatplanet einst Vasuda Prime war. Dieser wurde im Großen Krieg durch die Shivaner angegriffen und dadurch fast unbewohnbar. Das Vasudanisches Imperium, welches sich zwar als neue Regierung der Vasudaner ausgerufen hat, gleichwohl aber nicht von allen Vasudaner akzeptiert wird, hat als neue Heimat Kar'ne ma 'Khonsu II.' ausgerufen.

Die spieltechnischen Unterschiede zwischen den Rassen (Vasudaner/Terraner) sind deutlich abgemilderter, als dies früher der Fall war, wenngleich es immer noch merkbare Unterschiede gibt. Grundsätzlich gibt es keine stärkere Rasse, sondern die Unterschiede liegen grundsätzlich eher im Rollenspiel und den politischen bzw. strategischen Gameplay bezüglich Allianzen und Fraktionen. Die Wahl der Rasse kann daher nach eignem Geschmack und eigenen Vorlieben erfolgen. Sich im politischen und strategischen Spielfeld einzuordnen, kann dann später in Ruhe im Laufe des Spiels erfolgen. Zu einer Aufzählung der Off-RPG-Unterschiede siehe Unterschiede der Spielerrassen.


Hintergrund-Informationen[]

Vasudanermarinekl
Vasudanmilizionär
Vasudanersoldatkl

Eine Anmerkung vorab: Die hier dargestellten Informationen basieren auf den narrativen Grundlagen der Freespace-Spiele. Die Narration von Drifting Souls 2 schließt zeitlich an die der Freespace-Spiele an. Dadurch wird die Narration (durch Spieler und NPCs) stets fortgeschrieben uns ausgebaut; dies fließt auch in den folgenden Texten mit ein.

Allgemeines und geschichtlicher Abriss[]

Vasudaner sind, ebenso wie Terraner, Humanoide auf Kohlenstoffbasis, welche Wasser zum Überleben benötigen. Sie leben in engen Familienstrukturen (ähnlich zu Klans). Ihre Physiologie hat sich zu dem extremen Klima auf ihrer ursprünglichen Wüsten-Heimatwelt Vasuda Prime angepasst. Ihre Ursprungsstätte lag in relativer Nähe zum Imperium der Uralten, welche von den Shivanern nahezu gänzlich vernichtet worden sind. Es wird vermutet, dass eine kleine Gruppe der Uralten Zuflucht auf Vasuda Prime suchte und so auch in Kontakt zu den Vasudanern trat, ehe die Uralten gänzlich ausstarben. Es wird angenommen, dass die Vasudanern hierdurch sowohl technologisch, kulturell als auch religiös beeinflusst worden sind.

Ihre Kultur weist einige Übereinstimmungen zum alten Ägypten der Pharaonenzeit auf, auch Ähnlichkeiten mit dem mittelalterlichen Japan sind vorliegend. Dies führte dazu, dass die Terraner beispielsweise vasudanische Technologien mit ägytpischen Namen bezeichneten, was von den Vasudanern postiv aufgenommen wurde. In jüngerer Zeit lehnen vor allem die extremistischen, terranerfeindlichen Vasudaner ägyptische Namen weitestgehend ab und verwenden wieder verstärkt vasudanische Begriffe. Eine Beispielliste mit vasudanischen Schiffs- oder Personennamen findet sich hier.

Vasudaner besitzen einen hohen Grad an physischer, psychischer und kultureller Zähigkeit und Zusammenhalt. Selbst die Zerstörung von Vasuda Prime 2335 oder die Flucht vor den Shivanern aus den Lost Lands 2398 ließ die Vasudaner niemals aufgeben.

Zunächst waren die Vasudaner im Vasudanisches Imperium (VI) organisiert, siehe auch hier.

2321 nahmen die Vasudaner erstmalig mit den Terranern Kontakt auf. Dieser führte zu einem Krieg beider Rassen (Terranisch-Vasudanischer Krieg, auch als 14-Jahre-Krieg bezeichnet), der für beide verheerende Wirkungen zeigte. Er endete mit dem Erscheinen der Shivaner, welche Terraner und Vasudaner angriffen. Notgedrungen musste seitdem beide Rassen ab 2335 ihren Krieg beenden und zusammenarbeiten, um sich der übermächtigen shivanischen Angriffe zu erwehren. Dieser Zusmmenschluss beim Großen Krieg gegen die Shivaner war der Beginn, einer langfristigen Kooperation beider Rassen.

Während des Krieges gegen die Shivaner wurde der Heimatplanet Vasuda Prime durch ein stundenlanges Bombardement unbewohnbar, sodass die Vasudanern eine neue Hauptstätte in Aldebaran gründen mussten. Zusammen mit den Terranern und neuen Erkenntnissen über shivanische Schwachstellen gewonnen aus Untersuchungen von Artefakten der Uralten errungen sie einen Sieg gegen die Shivaner. 2345, zehn Jahre später, gründeten beide Rassen die Galactic Terran-Vasudan Alliance (GTVA), in welcher man sich zur weiteren, intensivierten Zusammenarbeit (u. a. im Handels- und Verteidigungssektor) bereiterklärte, ohne aber die Souveränität beider Rassen aufzugeben.

Der GTVA war es zu verdanken, dass man einen weiteren shivanischen Angriff im Jahr 2367 zurückschlagen konnte. Diese erbitterten und verlustreichen Schlachten bezeichnet man heute als Zweiter Großer Krieg.

Im Anschluss zerbrach die GTVA und es wurden verschiedene weitere Fraktionen gegründet, welche in der Regel aus Terranern und Vasudanern gleichermaßen bestanden. Das Vasudanische Imperium unter Khonsu II. wurde später auch aufgelöst (genaue Hintergründe sind nicht bekannt). Allerdings gab es auch stets die extremistisch-rassistische Neo-Terranische Front (NTF), welche die Vasudaner vernichten wollte.

Nach einem erneuten Angriff der Shivaner 2398 mussten alle Terraner und Vasudaner aus den Lost Lands fliehen. Sie suchten Zuflucht in Eta Nebular, indem sie durch ein Jump node flohen, welches vor dem Erreichen der Shivaner zerstört wurde.

In Eta Nebular leben viele Vasudaner weiterhin mit den Terranern zusammen in dem weiterhin bestehenden Galactic Terran-Vasudan Empire, welches sich später zur Galactic Terran-Vasudan Republic wandelte. So schlossen sich manche auch GTVR-nahen Allianzen und Unternehmungen wie Ruhrmetall oder der Akheton Corporation an, welche aus Vasudanern und Terranern gleichermaßen bestehen.

Viele andere Vasudaner waren der Meinung, dass die Zusammenarbeit mit den Terranern nicht zu Stärke, sondern apathischer Schwäche führte. Zudem nahmen sie an, ihre spirituellen Ziele (Erleuchtung, siehe hier) nicht gemeinsam mit den Terranern erreichen zu können. Sie gründeten unter Kebechet, einer Tochter von Khonsu II., das Vasudanische Imperium (VI) neu. Seitdem kämpft das Imperium für die Vormacht der Vasudaner. Als neuen Heimatplanten wurde von Kebechet Czifra bestimmt, später zogen sie von Eta Nebular nach Rho Carinae und wählten als neuen Hauptsitz Kar'ne ma 'Khonsu II.' aus.

Während viele Vasudaner direkt dem VI beitraten, schlossen sich andere dem Medjai an. Die Allianz hatte sich dem Vasudanischen Imperium und Kebechet verschrieben, agiert aber meist noch extremer. Der Medjai beschrieb sich selbst als eine Organisation aus hohen Militärs, Freischärlern, Industriellen, Rechtsgelehrten und Philosophen, deren einziges Ziel die Unterstützung Kebechets ist. Als der Medjai durch innere Unstimmigkeiten zerfiel, gründete sich die Lukharna'e Rhenesch (LR) als Nachfolger. Während das VI Teile Rho Carinaes beherrscht, hat die LR in Rhakasch und Chra'khatach zwei weitere Sternensysteme für die vasudanische Rasse erobert und besiedelt.

Andere Vasudaner leben aber auch fernab der oben beschriebenen Machtblöcke.

Kultur und Religion[]

Die Vasudaner werden als eine Kultur von Philosophen, Künstlern und Gelehrten beschrieben. Über die Religion der Vasudaner ist bekannt, dass sie Totenmessen durchführen. Zudem spielt die spirituelle und geistige Erleuchtung für viele Vasudaner eine große Rolle. Sie tauchen ein in die Lehren ihrer Vorfahren ein und nehmen die Geschichte nicht als lineare Chronologie der Ereignisse wahr, sondern als einen Raum, der sowohl von Lebenden als auch von Toten bewohnt wird. Für den terranischen Außenstehenden erscheint die vasudanische Gesellschaft gewunden und rituell.

Die vasudanische Gesellschaft ist komplex und voller Gefahren für den Außenstehenden, der die kulturellen Gepflogenheiten nicht kennt. Die Vasudaner haben eine Reihe von sozialen Tests und Protokollen, wie zum Beispiel die Konversation. Ein terranischer Verstoß gegen die Regeln der Konversation wird als einen Grund für den Terranisch-Vasudanischen Krieg betrachtet.

Vor der Thronbesteigung durch Khonsu II. war die Regierung der Vasudaner parlamentarisch aufgebaut, obwohl sie von der kaiserlichen Familie in einer über zehntausend Jahre andauernden Dynastie und von sog. "Vertretern" bzw. "Repräsentanten", hohen Angesehenen des Volkes, geleitet worden ist. Dieses Parlament war bekannt für seinen byzantinischen (= schmeichlerischen, schleimigen) Verrat, seine Korruption und seine Arroganz.

Die Krönung der vasudanischen Zivilisation ist ihre Sprache. Für den durchschnittlichen Terraner sind die Formalitäten für seine Nutzung unverständlich. Syntax und Wortschatz werden von Faktoren wie Alter, Rang und Kaste des Sprechers, Tageszeit und Phase des vasudanischen Kalenders sowie der relativen räumlichen Position des Sprechers zum Kaiser bestimmt. Dies wird noch verstärkt durch die Existenz mehrerer Alphabete, Dutzenden von Verbformen und Tausenden von Dialekten. In allen Kommunikationssystemen ist eine Übersetzungshilfe Standard, die es Terranern und Vasudanern ermöglicht, sich gegenseitig zu verstehen.

Da die Heimatwelt der Vasudaner hauptsächlich aus Wüste bestand, verwendeten die Terraner während des Terranisch-Vasudanischen Krieges und des Großen Krieges ägyptische Namen zur Bezeichnung der vasudanischen Kriegsschiffe. Nach der Niederlage der Shivaner beharrten die Vasudaner auf der Beibehaltung dieser Konvention. Der Imperator identifizierte sich stark mit der Geschichte des alten Ägypten, insbesondere mit der Langlebigkeit seiner Zivilisation. Dem Beispiel ihres Imperators folgend, nehmen die Vasudaner einen terranischen Namen an, den sie aus den Mythen und der Geschichte des alten Ägyptens ableiten. Diese Nähe und teilweise Adaption der terranischen Gepflogenheiten und Bezeichnungen werden aber nur von einem Teil der Vasudaner akzeptiert oder gewünscht, insbesondere von denen, die die Kooperation mit den Terranern anstreben.

Andere Vasudaner, inbesondere die Anhänger des Vasudanischen Imperiums oder einer isolationistischen Politik, haben sich zurück auf ihre Urkultur besinnt und kämpfen für die Erleuchtung. Als Erleuchtung bezeichnen sie die höchstmögliche spirituelle und kulturelle Ausbildung der sechs M'Arrak Khen'esch, den Grundpfeilern der vasudanischen Kultur: Freiheit, Harmonie, Einheit, Stärke, Ehre und Weisheit. Nur so, glauben die Anhänger, würde die Rasse einst den T'Lork, den Aufstieg, erreichen. Daran, so glauben sie, würden sie durch die Terraner gestört, welche eine niedere Rasse und neidisch auf die vasudanische Überlegenheit seien. In diesem Zusammenhang lehnen sie ägytpische Begriffe ab und verwenden offensiv die altvasudanische Sprache und beleben alte Traditionen und Werte aus der Zeit vor dem Kontakt zu den Terranern.

Ebenso existiert - was sicherlich wenig verwunderlich ist - eine eigene vasudanische Zeitrechnung. Die Uhrzeit wird in vasudanischer Galaxiszeit angegeben und ist nicht wie bei den Terranern in einem 24-Stunden-Format. In einem Missionsbriefing (command briefing) in Freespace wird einmal von von 32:30 Uhr vasudanischer Galaxiszeit gesprochen.

Abschließend bleibt zu vermerken, dass Vasudaner eine gemeinsame Vergangenheit mit den Uralten zu scheinen gehabt haben. Weitere Details siehe Uralte#Beziehung zu den Vasudanern.

Quellen und Weiterführendes[]

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